Landgericht München weist Klage ab

Das Landgericht München hat eine Klage der Landesbank Berlin AG gegen einen deutschen Spieler abgewiesen.

Dieser hatte sich geweigert, die Beträge, die er für ein Spiel in einem lizenzierten Online-Casino mit seiner Kreditkarte ausgegeben hatte, an die Landesbank zu begleichen.

Normalerweise verpflichtet sich die Bank nach Abschluss eines Kreditkartenvertrags dazu, die Zahlungen an den Dienstleister durchzuführen.

Die Bank muss aber nicht kontrollieren, wofür der Kunde bezahlt, denn die Kreditkarte gilt als Bargeldersatz.

Doch hier gibt es eine Ausnahme, die die Bank vom Gesetz her sogar dazu verpflichtet, eine Zahlung zu verweigern.

Sollte es für das Kreditinstitut erkennbar sein, dass die Zahlungen für ein Glücksspielunternehmen im Internet bestimmt sind, welches in Deutschland keine offizielle Lizenz besitzt, hat es nach einem Urteil des BGH sogar die Pflicht, die Zahlung von vornherein zu verweigern.

Die Landesbank Berlin AG hat die Forderungen an ein Inkassounternehmen abgetreten. Als der Spieler sich weiterhin weigerte zu bezahlen, wurde vor dem Amtsgericht München Klage erhoben.

Der Spieler bestritt in dem Gerichtsverfahren nicht, die Zahlungen mit seiner VISA-Karte getätigt zu haben.

Aber er argumentierte, dass die Landesbank Berlin AG gar nicht dazu berechtigt gewesen sei, die Transaktionen durchzuführen. Am Ende wurde die Klage abgewiesen.

ÜBER DEN AUTOR

Als langjähriger Casinofan beschäftige ich mich schon seit Jahren mit verschiedenen Casinospielen und der ganzen Casinobranche. Ich bin der Meinung, dass es wichtig ist, die Casinobranche als seriöses Unterhaltungsgeschäft zu verstehen. Durch Informationen über das online Glücksspiel und die Abläufe der einzelnen Spiele hoffe ich, Casinospiele verständlicher und unterhaltsamer zu machen.

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